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Hobo Teil XI

Hallo Hobo - Brüder,

vor einigen Tagen hatte ich einige Messwerte zur TX Vorverstärker beigesteuert. Um Missverständnissen vorzubeugen: Diese Baugruppe hatte ich separat über einen kleinen Adapter durchgemessen. Das machte sich ganz gut, da die Baugruppe in 50 Ohm Technik konzipiert ist. Wer die BG 11 im Hobo in Betrieb nimmt, hat also eine Stromerhöhung von etwa 80 mA zu verzeichnen.

Die Baugruppe TX Ausgangsfilter lässt sich ebenso einfach extern ausmessen. Ein NWT, VNA oder, wer hat, ein Netzwerktester wären dazu ideal. Es geht aber auch mit Generator, natürlich auch dem DipIt und einem Leistungsmesser oder HF-Oszi.
Für meine 40 m Version habe ich eine Durchgangsdämpfung von 0,4 dB ermittelt, die 3 dB Knickfrequenz lag bei 8,5 MHz, bei 14 MHz würde die erste Oberwelle um 43 dB gedämpft werden und die 2. Oberwelle auf 21 MHz um etwa 41 dB.
Dabei habe ich mir mit den Spulen nicht all zu große Mühe gegeben, einfach die angegebene Windungszahl drauf und mit mit dem LC Meter kurz die Induktivität geprüft. Die erreichte Induktivitäten hatten ohne Korrekturen an den Ringkernen (man müsste die Wicklungen spreizen oder mehr verteilen) Abweichungen von knapp 10 %. Daraufhin habe ich mal RfSim99 bemüht und mit unterschiedlichen Grenzwerten die Schaltung simuliert. Im Anhang ein Simulationsergebnis mit den vorgesehenen Bauteilen bei einer angenommenen Spulengüte von 50. Wer mag, kann ja die Bauteile um einige % verändern und wird sehen, die Abweichungen bleiben gering! Somit kann man getrost, auch ohne groß zu messen, darauf vertrauen, dass das Filter seinen Zweck erfüllt.fröhlich
Warum habe ich aber nicht die theoretisch mögliche Dämpfung von über 80 dB bei 21 MHz und gar mehr bei noch höheren Frequenzen erreicht?

Meine Begründung: Auch Ringkerne haben nach außen ein zwar geringes, aber doch nachweisbares, Streufeld. Zwar werden die Feldlinien hauptsächlich im Kern gebündelt, aber ein wenig Energie wird doch abgestrahlt und von den Nachbarspulen aufgenommen. Dieser Effekt wird durch den Versatz der Spulen um 90° minimiert, ist aber leider doch noch vorhanden. Das ist jedoch kein Grund zur Panik, eine Filterdämpfung von über 40 dB ist in der Praxis mehr als ausreichend.
Normale Luftspulen würden an dieser Stelle, vor allem bei dem gedrängten Aufbau wie er im Hobo erforderlich ist, wesentlich stärker koppeln!

Ein kleines mechanisches Mallöhr ist mir widerfahren, als ich die BG15 auf der Bedienplatte bestückte:

Beim ständigen Wenden der Platine stößt man irgendwann einmal etwas härter an einer der langen Potiachsen an, und dank Hebelgesetz und Murphy wird die Energie nicht immer elastisch abgefangen, sondern der Klügere gibt nach. In meinem Fall die durchsichtigen Kappen von zwei der Potis.
Diese Kappen sind nur aufgesteckt und eingerastet. Vorsichtshalber sollte man diese Kappen gemeinsam mit den Achsen während der Bestückung abziehen (das geht, auch ohne Gewalt! )

Die Freude vom Frank über den gefundenen, ja eigentlich selbst fabrizierten, Fehler kann ich gut nachempfinden. Man sollte wirklich erst dann weiterbasteln, wenn alles so funktioniert, wie es im Baubuch angegeben ist. Alle abgleichbaren Spulen haben ein deutliches Maximum, wenn nicht, ist wirklich etwas faul!
Also immer systematisch vorgehen, sonst sucht man sich am Ende eine „Wolf“.

Gratulation Sebastian, wer schon etwas hören kann, hat es fast geschafft! Wenn Du dann als nächstes das DDS Filter aufgebaut hast, mache bitte einmal den folgenden Test: Wähle die Abstimmung 100 kHz Schritte aus und stelle die Anzeige mal etwa 2 MHz unterhalb Deines Bandes und ein drehe dann die Frequenz hoch. Beobachte dabei den Klang des Rauschens ohne angeschlossener Antenne. Ab einer bestimmten Frequenz wird das Rauschen deutlich geringer und es nimmt irgendwann oberhalb Deines Bandes wieder schlagartig zu. Ich glaube das wäre ein einfacher Test, die Funktion und den Durchlassbereich vom DDS Filter zu überprüfen.

Allen Lötern weiterhin viel Spaß und Erfolg,

Die txt Datei bitte in eine cct Datei umbenennen (ist nur als Arbeitsdatei für RFSim99 gedacht!)

73 de Dietmar, DL2BZE

Anhang RFSIM Datei HoboTPF

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